Entdecke die Region Kimberley – Australiens ungezähmtes Herz
19. Mai 2025

Inhaltsverzeichnis Artikel
- 1. Region Kimberley – Das verborgene Juwel im wilden Westen Australiens
- 2. Geografie voller Gegensätze – und Stille, die Geschichten erzählt
- 3. Faszinierende Fakten – Wenn die Erde von ihrer Urgeschichte erzählt
- 4. Traditionen & Spiritualität – Wenn die Erde Geschichten flüstert
- 5. Abenteuer & Spiritualität – Erlebnisse in einer wilden, unberührten Welt
- 6. Geschichte & Kunst – Ein lebendiges Erbe zwischen Vergangenheit und Gegenwart
- 7. Zielpublikum – Für Reisende, die Authentizität, Abenteuer und kulturelle Tiefe suchen
- 8. Reisetipps – Gut vorbereitet ins wilde Herz von Kimberley
- 9. Ein Abenteuer, das Perspektiven verändert
Region Kimberley – Das verborgene Juwel im wilden Westen Australiens
Australien fasziniert seit jeher mit seiner unverwechselbaren Natur und einzigartigen Atmosphäre: Man denkt sofort an das imposante Uluru, das farbenfrohe Wunder der Great Barrier Reef oder die energiegeladenen Küstenstädte wie Sydney oder Melbourne. Doch weit entfernt von den klassischen Postkartenmotiven, versteckt sich im abgelegenen Nordwesten des Kontinents ein Ort, der noch fast völlig unberührt geblieben ist – die Region Kimberley im Bundesstaat Western Australia.
Diese wilde, mystische Landschaft ist mehr als nur ein Reiseziel – sie ist ein Erlebnis für alle Sinne. Rau, ursprünglich und atemberaubend schön: Steile Schluchten, smaragdgrüne Wasserlöcher, rote Felsformationen, die im Abendlicht zu glühen scheinen – hier spürt man die Kraft der Natur mit jeder Faser. Gleichzeitig ist das Kimberley ein Ort tiefer spiritueller Bedeutung, geprägt von einer der ältesten Kulturen der Welt – den Aboriginal Communities, deren Geschichten in Felszeichnungen und mündlichen Überlieferungen weiterleben.
Wer hierher kommt, sucht nicht einfach Erholung – sondern das echte Abenteuer, die Verbindung zur Natur und einen Blick in eine Welt, die abseits der bekannten Pfade liegt. Kimberley ist kein Ort, den man einfach besucht. Es ist ein Ort, den man fühlt – roh, ehrlich und voller Geheimnisse.
Für Reisende aus der Schweiz, die fernab vom Massentourismus das ursprüngliche Australien entdecken wollen, ist diese Region ein echter Geheimtipp – und vielleicht das letzte grosse Abenteuer unserer Zeit.
Geografie voller Gegensätze – und Stille, die Geschichten erzählt

Ganz im Nordwesten von Western Australia, weit entfernt von jeder Grossstadt, liegt eine Region, so gross wie fast zweimal Grossbritannien – und doch fast menschenleer: Kimberley. Eine Welt aus leuchtenden Farben, uralten Landschaften und tief verwurzelter Kultur.
Was einen hier erwartet, ist mehr als nur Natur – es ist eine sinnliche Reise. Das intensive Ockerrot der Erde und der eisenhaltigen Klippen trifft auf das tiefblaue Meer und das satte Grün entlang der Flussläufe und in den Schluchten. Diese farbenfrohen Kontraste schaffen eine Bühne, die ihresgleichen sucht.
Die Küstenlinie ist wild und zerklüftet, gespickt mit tausenden kleinen Inseln und erhobenen versteinerten Korallenriffen, während im Landesinneren uralte Gebirgsketten in schroffen Schluchten abfallen, geformt durch Wasserläufe, die hier seit Jahrtausenden fliessen. Spektakuläre Wasserfälle, weitläufige Savannen und die ikonischen, fast surreal wirkenden Boab-Bäume machen dieses Naturpanorama zu einem echten Gesamterlebnis.
Und hier spürt man sie – die Stille. Eine Stille, die nicht leer ist, sondern voll von Geschichte, voll von Kraft. Dann wieder das donnernde Echo eines Wasserfalls, der in die Tiefe rauscht. Der Staub der roten Erde, den der Wind aufwirbelt, der Geruch von Trockenheit und Leben – all das macht Kimberley zu einem Ort, den man nicht einfach sieht, sondern erlebt.
Was Kimberley besonders macht, ist nicht nur die Landschaft, sondern ihre Abgeschiedenheit. Weite Teile der Region gelten offiziell als «sehr abgelegen»– und genau das hat es ermöglicht, dass hier ein einzigartiges ökologisches Gleichgewicht erhalten blieb. Noch wichtiger: Die Region ist die Heimat zahlreicher Aborigine-Gemeinschaften, die ihre Sprachen, Rituale und ihr spirituelles Wissen bis heute bewahren. Über 40 verschiedene Dialekte werden hier gesprochen – ein Ausdruck der kulturellen Vielfalt, die tief mit dem Land verwoben ist.
Für die First Nations People ist „Country“ nicht einfach Boden. Es ist ein lebendiges Wesen, mit dem sie in einer tief spirituellen Beziehung stehen – eine Verbindung, die sich in ihrer Kunst, ihren Zeremonien und ihrem Umgang mit der Natur widerspiegelt. Kimberley ist nicht nur ein Reiseziel – es ist ein Fenster in eine der ältesten Kulturen der Erde.
Faszinierende Fakten – Wenn die Erde von ihrer Urgeschichte erzählt

Kimberley ist nicht nur eine der abgelegensten Regionen Australiens – sie ist auch eine der ältesten. Wer hierher reist, betritt einen Ort, der über zwei Milliarden Jahre Erdgeschichte bewahrt. Die Felsen des Kimberley-Plateaus sind stille Zeugen dieser Vergangenheit, ein wahres Freilichtmuseum der Geologie und Evolution.
Besonders eindrücklich sind die King Leopold Ranges – gewaltige Bergketten, entstanden aus uralten Kollisionen zwischen Kontinentalplatten. Oder die Oscar- und Napier-Gebirge, Relikte eines prähistorischen Korallenriffs, das einst so gross war wie das heutige Great Barrier Reef – doch heute liegt es mitten im Landesinneren, fern vom Ozean. Ein geologisches Wunder, das seine Geschichte in die Landschaft eingeschrieben hat.
Eines der bedeutendsten Fossilien weltweit stammt ebenfalls aus dieser Region: der sogenannte Gogo-Fisch, ein früher Vorfahre der Wirbeltiere mit vier Gliedmassen. Diese Entdeckung gilt als Meilenstein für die Erforschung der Evolution – und macht Kimberley zu einem Ort, an dem Wissenschaft lebendig wird.
Doch es geht noch spektakulärer: 120 Millionen Jahre alte Dinosaurierspuren, sichtbar an der Küste der Dampier-Halbinsel bei Gantheaume Point. Das Faszinierende? Man sieht sie nur bei Ebbe – und sie sind weltweit einzigartig. Ein Moment, der Ehrfurcht weckt und das Gefühl gibt, durch die Zeit zu reisen.
Auch kulturell ist Kimberley ein Ort von unschätzbarem Wert. Archäologische Funde deuten auf eine kontinuierliche Besiedlung seit mindestens 45’000 bis 60’000 Jahren hin. Die Region zählt damit zu den ältesten durchgehend bewohnten Gebieten der Erde. Hier lebt eine der ältesten noch bestehenden Kulturen der Menschheit – reich an Wissen, Geschichten und spiritueller Tiefe.
Und dann sind da noch die Naturwunder, die fast magisch wirken. Etwa die Horizontal Falls in der Talbot Bay: Durch den gewaltigen Tidenhub entsteht ein Phänomen, bei dem das Wasser wie eine horizontale Wasserfallströmung durch enge Felsenkanäle schiesst – ein Naturschauspiel, das David Attenborough als eine der «grössten Naturwunder der Welt» bezeichnet hat.
Nicht minder spektakulär: das Montgomery Reef. Bei Ebbe erhebt sich dieses gigantische Korallenriff aus dem Ozean – scheinbar wie von Zauberhand – und offenbart Wasserfälle, die über seine Kanten stürzen, sowie ein pulsierendes Meeresökosystem, das nur für wenige Stunden sichtbar ist. Ein Schauspiel der Natur, das man nie wieder vergisst.
Trotz all dieser Schätze ist Kimberley bis heute ein Geheimtipp: Rund 400’000 Besucher pro Jahr – grösstenteils aus Australien selbst – entdecken diese Region. Im Vergleich zu den grossen Touristenmagneten des Landes ist das wenig. Und genau darin liegt das Potenzial: Für Reisende aus der Schweiz, die fernab der Massen nach echten, tiefgehenden Erlebnissen suchen – und bereit sind, dafür Zeit und Geld zu investieren –, ist Kimberley ein absoluter Geheimtipp mit Wow-Faktor.
Traditionen & Spiritualität – Wenn die Erde Geschichten flüstert

In einer Landschaft, so alt wie die Zeit selbst, ist die Kultur der Aborigines tief verwoben mit dem Land – mit der «Country», wie sie es nennen. Ihre Spiritualität ist nicht nur Teil der Religion, sondern auch Lebensweise, Gesetz und Herkunft. Im Zentrum steht das Konzept des „Dreaming“ – auch bekannt als Tjukurpa –, ein komplexes System aus Mythen, Regeln und spirituellen Erzählungen, das die Welt erklärt und das Verhalten der Menschen gegenüber der Natur bestimmt.
Ein besonders ergreifendes Erlebnis ist die Teilnahme an einem Corroboree – einer rituellen Tanz- und Musikzeremonie, bei der die Geschichten des Dreaming durch Tanz, Gesang, Körperbemalung und Didgeridoo-Klänge zum Leben erweckt werden. Diese uralten Rituale dienen nicht nur der Spiritualität, sondern auch der Weitergabe von Wissen, Geschichten und Identität über Generationen hinweg.
Wer Kimberley besucht, wird oft mit einer besonderen Geste empfangen: der „Welcome to Country“-Zeremonie, durchgeführt von Ältesten oder traditionellen Hütern des Landes. Es ist eine ehrliche, tief spirituelle Begrüssung – eine Einladung, das Land mit Respekt, Achtsamkeit und offenem Herzen zu betreten. Für Gäste bedeutet das nicht nur Ehre, sondern auch Verantwortung.
Ein zentraler Bestandteil der Kultur in Kimberley ist auch die Kunst – visuell, symbolisch, tiefgründig. In den Felsmalereien zeigt sich das Gedächtnis der Region. Besonders beeindruckend sind die Gwion Gwion-Figuren (früher als Bradshaw Paintings bekannt), die über 17’000 Jahre alt sind, und die Wandjina-Darstellungen, mystische Wesen des Regens und der Wolken, die man überall in Kimberley findet. Diese Kunstwerke erzählen von Ahnen, Naturgeistern, Alltag und Überleben – mit Farben aus der Erde selbst: Ockerrot, Weiss, Schwarz – aus natürlichen Mineralien gewonnen, harmonisch eingebettet in die Felslandschaft.
Diese Tradition ist nicht nur Vergangenheit – sie lebt weiter: Viele zeitgenössische Aboriginal-Künstlerinnen und Künstler erschaffen Werke, die in lokalen Kunstzentren besichtigt und erworben werden können. Jedes Stück ist ein Ausdruck der tiefen Beziehung zur Country – ein Kunstwerk, das Geschichten trägt.
Auch die kulinarische Tradition gehört dazu. Wer Kimberley wirklich erleben will, sollte das „Bush Tucker“ probieren: traditionelle Nahrung aus der Natur – Samen, Beeren, Wurzeln, Wildfleisch und Insekten –, die seit Jahrtausenden gesammelt, gejagt und zubereitet werden. Diese Geschmacksreise verbindet Gaumen und Geist mit der Erde – und vermittelt ein ursprüngliches, authentisches Naturerlebnis.
Abenteuer & Spiritualität – Erlebnisse in einer wilden, unberührten Welt

Eine Reise ins Kimberley ist mehr als ein Tapetenwechsel – es ist das Eintauchen in eine andere Dimension. Hier treffen ungezähmte Natur, tiefe kulturelle Verbundenheit und atemberaubende Isolation aufeinander. Ob für Abenteurer oder für Reisende, die das Spirituelle und Ursprüngliche suchen – Kimberley schenkt jedem seine ganz persönliche Offenbarung.
Ein absolutes Highlight ist die Geikie Gorge – ein vom Fitzroy River geschaffener Naturtempel. Wer sich auf eine Bootstour mit den Rangern des Nationalparks begibt, erlebt nicht nur spektakuläre Felsformationen, sondern erfährt auch spannende Geschichten über die Geologie und spirituelle Bedeutung dieses Ortes für die Bunuba People. Mit etwas Glück sieht man Süßwasserkrokodile, die sich am Flussufer sonnen.
Nicht weit davon entfernt liegt die Windjana Gorge, eingerahmt von steilen Felswänden – ein Paradies für Vogelbeobachter. Oder wie wär’s mit einem erfrischenden Bad unter dem Wasserfall in der Bell Gorge? Ein Ort so malerisch, dass er fast unwirklich scheint.
Wer tiefer eintauchen möchte, sollte die Mimbi Caves besuchen – geführt von einem Mitglied der Gooniyandi Community. Hier, in einem der ältesten bewohnten Orte Australiens, entdeckt man Felsmalereien, lauscht den Mythen des Dreaming und erlebt einen Moment voller Würde und Intimität. Am Lagerfeuer schmeckt dann das selbst gebackene Damper-Brot mit einer Tasse Billy Tea doppelt gut.
Ein absolutes Muss sind die Panoramaflüge über die Weiten Kimberleys. Der Blick auf die berühmten Bungle Bungle im Purnululu Nationalpark – gewaltige, gestreifte Felsdome – ist schlichtweg unvergesslich. Besonders nach der Regenzeit offenbaren die Mitchell Falls und die King George Falls ihre ganze Kraft – ein Schauspiel der Elemente aus der Vogelperspektive.
An der Küste wartet ein weiteres Naturwunder: die Horizontal Falls, bei denen sich das Meer durch schmale Felsspalten drängt – ein Phänomen, das weltweit einzigartig ist. Oder das Montgomery Reef, das bei Ebbe wie aus dem Nichts aus dem Wasser aufsteigt und dabei kleine Wasserfälle und ein lebendiges Korallenökosystem enthüllt.
Doch auch die Spuren der jüngeren Geschichte fehlen nicht: In den abgelegenen Buchten liegen noch immer Wracks von Flugzeugen aus dem Zweiten Weltkrieg – Relikte dramatischer Notlandungen in einem Land, das sowohl unzugänglich als auch schützend ist.
Die tiefgreifendste Begegnung aber bleibt der Kontakt mit den Menschen vor Ort. Einige Touren ermöglichen den direkten Austausch mit älteren Stammesmitgliedern, bei dem man an Bush-Tucker-Wanderungen teilnehmen oder die Felsmalerei gemeinsam interpretieren kann – ein intensiver, ehrlicher Zugang zu einer der ältesten lebenden Kulturen der Welt.
Geschichte & Kunst – Ein lebendiges Erbe zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Kimberley erzählt seine Geschichte nicht nur durch Landschaft und Legenden – sondern durch Bilder, die in Stein gemeisselt sind. Seit Zehntausenden von Jahren hinterlassen die Menschen hier Zeichen ihrer Kultur, ihrer Spiritualität und ihres Alltags in Form von Felsmalereien, die heute ein offenes Museum unter freiem Himmel bilden. Diese Kunst ist nicht nur ein Rückblick – sie lebt weiter. Denn die traditionellen Hüter der Orte übermalen in rituellen Zeremonien die alten Motive immer wieder neu, um sie für die nächsten Generationen zu bewahren und die Verbindung zu den Ahnen und dem Land lebendig zu halten.
Besonders bekannt sind die feinen, eleganten Gwion Gwion-Figuren sowie die Wandjina-Darstellungen – mächtige Regen- und Wolkengeister, mit tiefem spirituellem Bezug zum Wetter und den Jahreszeiten. Diese Bilder sind Fenster in eine andere Zeit – und gleichzeitig Ausdruck einer Kultur, die bis heute in Bewegung bleibt.
Oft kann man live erleben, wie die Aboriginal Custodians zu den Bildern singen oder traditionelle Rituale durchführen – eine Erinnerung daran, dass die spirituelle Dimension des Lebens hier nach wie vor im Zentrum steht.
Doch die Geschichte Kimberleys ist nicht frei von Brüchen. Im 17. Jahrhundert trafen die ersten europäischen Entdecker wie William Dampier auf diese Region – der Beginn tiefgreifender Veränderungen. Im 19. Jahrhundert folgten Siedler, Goldsucher in Halls Creek (Ausgangspunkt für den Zugang zum Wolfe-Creek-Krater), Rinderfarmer und Perlenfischer in Broome – jede Welle hinterliess Spuren im Land und in der Gesellschaft.
Gerade Broome spiegelt heute diese multikulturelle Prägung: Hier verschmelzen Aborigine-Kultur, asiatische Einflüsse und das koloniale Erbe zu einer einzigartigen Mischung – ohne jedoch die ursprüngliche Spiritualität zu überlagern. Die Kultur der First Nations bleibt kraftvoll, präsent und unbeugsam – auch inmitten aller Veränderungen.
Ein Schlüsselelement dafür sind die zahlreichen Aboriginal Art Centres, die über die Region verteilt sind. Sie dienen nicht nur der kulturellen Bewahrung, sondern ermöglichen auch wirtschaftliche Unabhängigkeit. Besucherinnen und Besucher haben hier die Chance, Originalkunstwerke direkt von den Künstlerinnen und Künstlern zu erwerben – und damit nicht nur ein Bild, sondern eine Geschichte, eine Verbindung, eine Botschaft mit nach Hause zu nehmen.
Jede dieser Arbeiten ist tief verwurzelt im Land, im „Dreaming“, in der Seele Kimberleys. Wer sie betrachtet, nimmt ein Stück dieser Welt in sich auf – und trägt sie weiter.
Zielpublikum – Für Reisende, die Authentizität, Abenteuer und kulturelle Tiefe suchen
Kimberley spricht Menschen an, die mehr wollen als eine klassische Ferienreise. Es zieht Abenteurer, Naturverliebte, Kultursuchende und kreative Geister an – Menschen, die bewusst abseits ausgetretener Pfade unterwegs sind, um sich auf etwas Echtes, Unvergessliches einzulassen.
Die ideale Zielgruppe umfasst:
- Naturliebhaber und Outdoor-Abenteurer
Wer spektakuläre Landschaften, unberührte Weiten und echte Wildnis sucht, findet im Kimberley sein Paradies: 4WD-Touren auf der legendären Gibb River Road, Wanderungen durch zerklüftete Schluchten, Nächte unter einem Sternenhimmel ohne Lichtverschmutzung und Bootsfahrten entlang unberührter Küsten und Flüsse – hier wird Natur zum Erlebnis. - Kultur- und spirituell Interessierte
Für Reisende, die sich für die Geschichte, Kunst und Spiritualität der First Nations begeistern, bietet Kimberley tiefe Begegnungen mit den lokalen Gemeinschaften, Einblicke in das „Dreaming“, Besuche von Felsgalerien und Teilnahme an traditionellen Zeremonien – inmitten einer Natur, die selbst spirituelle Qualität besitzt. - Fotograf:innen, Künstler:innen und Kreative
Die intensive Farbenwelt, das besondere Licht des Outbacks und die emotionale Kraft der Landschaft machen Kimberley zu einem inspirierenden Ort – perfekt für visuelle Künste, kreative Prozesse und fotografische Meisterwerke. - Individualreisende & Off-the-Beaten-Path-Entdecker:innen
Menschen, die die Einsamkeit lieben, die Herausforderung nicht scheuen und die Autonomie und Selbstbestimmung auf Reisen schätzen. Wer das „wilde Ende der Welt“ sucht, findet hier genau das – mit genügend Raum für persönliche Entfaltung. - Paare und kleine Gruppen
Die besondere Natur der Region – kombiniert mit dem logistischen Aufwand und dem Preisniveau von Spezialtouren – macht Kimberley ideal für Reisende in kleinen Gruppen oder zu zweit, die eine gemeinsame, tiefgreifende Erfahrung suchen, fernab vom Alltäglichen.
Diese Reisenden bringen oft bereits Erfahrung mit und sind bereit, Zeit, Energie und finanzielle Mittel zu investieren, um echte, transformierende Erlebnisse zu erfahren. Sie zeigen ein hohes Mass an Respekt gegenüber Natur und Kultur und suchen nicht nach Unterhaltung, sondern nach Verbindung – mit der Erde, mit den Menschen und mit sich selbst.
Reisetipps – Gut vorbereitet ins wilde Herz von Kimberley

Eine Reise ins Kimberley ist keine spontane Entscheidung – sie verlangt Sorgfalt, Planung und Respekt. Die Region ist extrem abgelegen, landschaftlich spektakulär, aber auch herausfordernd. Wer hierher kommt, erlebt das echte Australien, fernab von Touristenströmen – und genau darum ist eine gute Vorbereitung so wichtig.
Planung & Visum
Für Reisen nach Australien ist ein gültiges australisches Touristenvisum erforderlich, das vor der Abreise beantragt werden muss. Eine frühzeitige Planung ist unerlässlich – nicht nur wegen der enormen Distanzen, sondern auch aufgrund der oft begrenzten Infrastruktur.
Beste Reisezeit
Die Trockenzeit von Mai bis Oktober gilt als die beste Zeit für einen Besuch. Dann sind die Strassen passierbar, das Wetter angenehm, und die Natur zeigt sich von ihrer eindrucksvollsten Seite.
In der Regenzeit (November bis April) kann es zu heftigen Regenfällen, Überschwemmungen und Strassensperrungen kommen – dafür erlebt man dramatische Wasserfälle und spektakuläre Gewitter.
Fahrzeugwahl
Ein zuverlässiges 4WD-Fahrzeug ist fast unerlässlich. Viele Attraktionen liegen abseits asphaltierter Wege, oft mit Flussdurchfahrten und Offroad-Strecken. Wer kein Geländewagen fährt, sollte auf geführte Touren von erfahrenen Anbietern setzen.
Ausrüstung & Vorräte
Im Kimberley gibt es wenige Versorgungsmöglichkeiten – Distanzen sind lang.
Plant euer Routing sorgfältig, kalkuliert genug Zeit für Offroad-Pisten ein, und nehmt ausreichend mit:
- Treibstoff
- Trinkwasser (gegen Dehydrierung!)
- Lebensmittel
- Ersatzteile wie Reifen und Filter
Das gilt besonders für autarke Reisen in abgelegene Regionen.
Kommunikation
Mobilfunknetz ist ausserhalb bewohnter Orte kaum vorhanden. Für die Sicherheit empfiehlt sich:
- ein Satellitentelefon
- ein HF-Funkgerät
- oder ein PLB (Personal Locator Beacon)
Informiert Freunde oder Unterkünfte über euren Reiseplan und meldet euch regelmässig.
Sicherheit
Die Wildnis Australiens ist wunderschön – aber auch unberechenbar. Achtet auf:
- Krokodile (sowohl Süss- als auch Salzwasser)
- Hitze & Dehydrierung
- schwierige Fahrbedingungen
Respektiert Hinweisschilder, befolgt die Anweisungen der Ranger, und bleibt aufmerksam.
Kultureller Respekt
Das Kimberley ist in grossen Teilen Aborigine-Gebiet.
Verhaltet euch rücksichtsvoll gegenüber heiligen Stätten und den lokalen Gemeinschaften.
Besucht diese nur mit Erlaubnis und folgt den Anleitungen der traditionellen Hüter.
Unterstützt, wenn möglich, Aboriginal-geführte Tourismusunternehmen – sie bieten authentische Perspektiven und tragen zur kulturellen Selbstbestimmung bei.
Frühzeitige Buchung
In der Hauptsaison (Trockenzeit) sind Unterkünfte und Touren oft schnell ausgebucht. Rechtzeitige Reservierung garantiert das beste Erlebnis.
Reiseversicherung
Unbedingt empfohlen: eine umfassende Reiseversicherung für Australien, die auch medizinische Evakuierungen aus abgelegenen Gebieten abdeckt – für den Fall der Fälle.
Ein Abenteuer, das Perspektiven verändert
Eine Reise ins Kimberley ist kein gewöhnlicher Trip – es ist ein zutiefst transformierendes Erlebnis.
Hier verbinden sich Naturwunder, uralte Kulturen und das Gefühl, an einem Ort zu sein, an dem die Zeit stehengeblieben ist.
Dieses abgelegene Juwel des westaustralischen Outbacks schenkt nicht nur unvergessliche Bilder, sondern auch innere Stille, neue Einsichten und eine tiefe Verbundenheit mit der Erde.
Wer mit offenem Geist, Respekt und Achtsamkeit kommt, wird von Kimberley berührt, verändert und reich beschenkt zurückkehren.


